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Katholische Gemeinden in Sachsen schließen sich zusammen

epd
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Bischofsmütze
© CFalk/pixelio.de

Das katholische Bistum Dresden-Meißen stellt sich neu auf: Bis 2020 schließen sich Kirchgemeinden zu größeren Gemeinschaften zusammen. Von dieser Strukturreform würden »neue Freiräume für die Seelsorge« erwartet, teilte das Bistum am Freitag in Dresden mit. Derzeit gibt es in Sachsen und Ostthüringen 97 katholische Pfarreien. In den nächsten Jahren würden diese auf 34 neue Struktureinheiten reduziert. In der Regel gehen jeweils drei bisher eigenständige Pfarreien gemeinsame Wege.

Eine erste Neugründung wird am 10. Dezember in der Oberlausitz mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche Leutersdorf gefeiert, hieß es. Vereint würden offiziell durch den katholischen Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers die Pfarreien Leutersdorf, Ebersbach-Neugersdorf und Oppach. Der Titel der Gemeindeverbünde lautet »Verantwortungsgemeinschaft«. Eine Ausnahme bilden sorbische katholische Gemeinden, die in ihrer bisherigen Struktur erhalten bleiben.

Die Strukturanpassungen seien »Folge eines geistlichen Aufbruchs«, hieß es. Der Berliner Erzbischof Heiner Koch, von 2013 bis 2015 Bischof von Dresden-Meißen, hatte das Bistum zu einem »pastoralen Erkundungsprozess« aufgerufen. Jede Pfarrei des Bistums sollte sich fragen, wo in ihrem Umfeld ähnliche Herausforderungen anstehen.

Ortspfarrer erhoffen sich von der Strukturreform unter anderem eine Entlastung bei Verwaltungsaufgaben. Mit der Neugestaltung von pastoralen Räumen sei das Bistum Dresden-Meißen bei weitem nicht allein unterwegs in Deutschland: Bundesweit würden praktisch alle 27 Diözesen auf die tiefgreifenden Veränderungen des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens reagieren, hieß es. In Sachsen steht auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche wegen sinkender Mitgliederzahlen vor tiefgreifenden Strukturanpassungen.

Rund 142 800 Katholiken leben derzeit im Bistum Dresden-Meißen, etwa 3,5 Prozent der sächsischen Bevölkerung. Dazu kommen knapp 700 000 evangelische Christen.

Information: Der feierliche Gottesdienst mit Bischof Timmerevers beginnt am 10. Dezember, 10 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

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