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Eine machtvolle Verheißung

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. Sacharja 4, Vers 6
Otto Guse
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Otto Guse ist Rechtsanwalt in Falkenstein und Präsident der sächsischen Landessynode. © Steffen Giersch

Kennen Sie das auch? Sie haben eine wichtige Aufgabe übernommen und sie wollen es auch gerne gut machen. Doch die Widerstände sind übermächtig. Irgendwann muss man sich eingestehen, Herr, das schaffe ich nicht.

Nun, das Problem ist nicht neu. Die Juden durften damals aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückkehren. Sie hatten die Genehmigung, den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen. Als Statthalter von Persiens Gnaden, hatte diese Aufgabe Serubabel übernommen. Mit großer Begeisterung wurde der Grundstein gelegt. Doch bald schon stellten sich Widerstände ein. Es gab von allem zu wenig. Zu wenige Bauleute, zu wenig Material, zu wenig Geld, zu wenig Zeit. In diese Situation spricht Gott zu Serubabel durch den Propheten Sacharja: »Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen«. Das ist keine billige Durchhalteparole. Dies ist eine machtvolle Verheißung.

Wir feiern Pfingsten. Die Jünger hatten gesehen, dass der Herr den Tempel abbrach und in drei Tagen wieder aufbaute, dennoch verkrochen sie sich ängstlich. Doch der Heilige Geist kam über sie und sie redeten in allen Sprachen und gingen hinaus in die Welt. Der Geburtstag SEINER Kirche.

Wir feiern Pfingsten. Uns geht es genauso wie seinerzeit Serubabel. Mission, Bauvorhaben, Strukturreformen, die Aufgaben sind einfach zu groß. Von allem ist zu wenig da, zu wenig Mitarbeiter, zu wenig Geld, zu wenig Zeit. Doch wir dürfen getrost sein. Gottes guter Geist begleitet uns. Der Heilige Geist, der zum Wollen das Vollbringen schenkt, der wird uns nicht allein lassen. Welche Aufgabe auch immer vor uns liegt, es ist nicht unsere Kirche, an der wir bauen. Es ist SEINE Kirche.

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2 Lesermeinungen zu Eine machtvolle Verheißung
Matthias Schollmeyer schreibt:
17. Mai 2018, 17:17

Als nun das Pentekostenfest gekommen,
versammeln sie sich all an einem Ort.
Seit Christ zum Himmel fuhr fühlt man beklommen

das leere Grab wirkt weiter fort und fort.
Doch plötzlich schwingt der ganze Bau mit Sausen,
der Wind erschuf Akkord sich um Akkord.

Und Gottes Geist mit heiligem Gebrausen
dringt ein und füllt mit Kling und Klang das Haus.
Grad noch gesessen in verschlossner Klausen,

treibt plötzlich sie die Kraft zum Tor hinaus.
Es fallen Zungen, lodernd als von Feuer
und glitzernd wie das Rad des bunten Pfaus,

auf ihre Häupter und ganz ungeheuer
fing jeder so Beschenkte eifrig an,
davon zu reden, was ihm wert und teuer –

in vielen Sprachen, wie er´s eben kann.
Jerusalem, die alte Königsstätte,
wo stets in tausend Völkern lebte man –

fragt sich, was dieses zu bedeuten hätte.
Was soll und will die Wundersprachenwette?

Ein jeglicher hört seine Sprache klingen.
Sie staunen alle, Fragen werden laut:
„Wie kann das sein, so sinnvoll deucht ihr Singen –

sind diese nicht ein und derselben Haut?
Wie geht´s, dass unsre Sprachen wir vernehmen –
als Parther, Medier und Elamaut?

Das Volk Mesopatamiens und vom Jemen,
aus Pontus, Kappadozien, Asia,
Pamphylien bis zu Libyens Extremen

aus Rom, Kyrene und von Phrygia?
Der Juden Volk samt Freunden und Genossen,
der Kreter Menge nach Arabia:

Wir hören sie mit unsrer Zunge Glossen
die großen Taten Gottes loben hier.
Ist heute schon zu viel an Wein geflossen?“

So fragt sich’s durch die Gassen Tür an Tür.
Doch Petrus mit den Elfen klärt ihr Fragen,
erhebt die Stimme und ruft: „Schaut zu mir!

Erfüllt ist nun der alten Schriften Sagen,
und deshalb will ich Rat zu geben wagen!“

Matthias Schollmeyer schreibt:
17. Mai 2018, 22:41

„Jerusalemer Leute, hört mein Reden –
lasst diese Worte dringen euch ans Ohr.
Dass jene trunken sind, sollt ihr nicht wähnen,

zumal der Morgen eben erst hervor.
Jedoch geschehen ist, was die Propheten
schon längst geweissagt haben uns im Chor:

‚So soll es sein zum Ende des Planeten,
spricht Gott, da gieße ich von meinem Geist
auf eure Kinder aus, dass wie Trompeten

sie Neues künden, Träume sind´s zumeist.
Viel Wunder will ich schaffen, Zeichen geben –
und deuten lassen, was das alles heißt.‘

Aus Nazareth kam Jesus zu euch eben –
der Mann, von Gott erwählt in Wort und Tat.
Ihr aber wolltet ihm sein Schicksal weben,

bedachtet bösen Tod von früh bis spat.
So ist er denn gestorben, ward begraben,
doch blieb die Seele Jesu nicht im Grab.

Gott wollte auferweckt den Jüngling haben,
das zeugen wir als seines Heils Buchstaben.

Durch Gottes Rechte ist erhöht er worden
und angelangt bei uns ist nun der Geist
des Schöpfers weit aus seines Herzens Orden,

die Schrift es uns seit Alters her verheißt.
Der Himmelsvater legte Christ zu Füßen
die Welt als Schemel, wie der Psalm beweist:

Den ihr gekreuzigt habt ist nun bewiesen
in Ewigkeit als HERR und Gottes Sohn!“
Sie stehen starr und müssen das genießen,

die Reue kommt sie an. Fragt mancher schon:
„Apostel, Männer! Was ist zu beginnen?“
„Nach Buße nehmt die Taufe an als Lohn!“

So predigt Petrus ihren wirren Sinnen,
verheißt Vergebung großer Sündenlast.
Bald nach den Tränen sieht man Wasser rinnen,

die ganze Stadt getauft ward damals fast.
Beständig blieben sie in einer Lehre
und keiner hat den Nächsten mehr gehasst.

Gemeinschaft, Kelch und Brot in aller Ehre,
Verkauf der Habe und Gebet als Kehre.

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