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Ostdeutsches AfD-Ergebnis als Anleitung zum Handeln

Vertreter aus Kirchen und Zivilgesellschaft mahnen – Schorlemmer kritisiert Undankbarkeit der Ostdeutschen
epd
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© Tim Reckmann/pixelio.de

Das starke Abschneiden der AfD in Ostdeutschland ist von Vertretern aus Kirchen und Zivilgesellschaft als klare Handlungsaufforderung an die anderen Parteien interpretiert worden. Mit der Flüchtlingswelle 2015/16 seien Ängste gewachsen, die von Rechtspopulisten genutzt wurden, analysierte der frühere brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Diesen Ängsten müsse jetzt durch die anderen Parteien und andere gesellschaftliche Organisationen »mit Argumenten und überzeugenden Maßnahmen« begegnet werden. Auch der langjährige Leiter der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, sieht im Wahlerfolg der AfD eine langfristige Aufgabe für die Gesellschaft. Angemahnt wurde von Religionsvertretern und Politikexperten der Dialog mit den Wählern der AfD.

Die rechtspopulistische Partei war nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bei der Bundestagswahl vom Sonntag in Ostdeutschland mit über 20 Prozent zweistärkste Kraft hinter der CDU geworden. In Sachsen erzielte die Partei sogar den höchsten Zweistimmenanteil. Dort holte sie mit den Erststimmen auch drei Direktmandate. Auch von ostdeutschen Männern insgesamt wurde die Partei am häufigsten angekreuzt.

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Stolpe führte das Bundestagswahl-Ergebnis auch auf eine mangelnde Sensibilität der Politik gegenüber ostdeutschen Problemlagen zurück. Kaum beachtet worden sei in den zurückliegenden Jahren, dass die Menschen im Osten die eigentlichen Kriegsverlierer gewesen seien und trotzdem enorme Aufbauleistungen erbracht hätten.

Der jetzige Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden und langjährige Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Richter, sagte, in Sachsen sei »seit mindestens 15 Jahren ein Anwachsen rechtspopulistischer und extremistischer Denk- und Verhaltensmuster zu beobachten, vor allem im ländlichen Raum«. »Was so lange gewachsen ist, wird auch nicht schnell vergehen«, betonte er. Vor der demokratischen Gesellschaft liege »eine lange und schwierige Aufgabe«.

Die Amadeu Antonio Stiftung sieht in dem guten Abschneiden der AfD besonders in Ostdeutschland ein Versagen der etablierten Parteien. Auf dem Land seien ganze Regionen von den Parteien links liegen gelassen worden, sagte Geschäftsführer Timo Reinfrank: »Wenn nur dort Wahlkampf geführt wird, wo auch viele Stimmen zu erwarten sind, braucht man sich über ein solches Ergebnis nicht zu wundern.«

Die Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping machte die sächsische CDU mitverantwortlich für den Wahlerfolg der AfD in ihrem Bundesland. Kipping warf ihr vor, »eher auf Kumpanei und Verharmlosung« gesetzt und mit diesem Kurs die AfD stark gemacht zu haben.

Vertreter aus den ostdeutschen Kirchen äußerten sich besorgt über die Spaltung der Gesellschaft: In den Länderparlamenten habe er »bisher nicht erkennen können, dass die AfD-Abgeordneten an sachlichen Auseinandersetzungen und konstruktiven Lösungen interessiert sind«, sagte etwa Bischof Markus Dröge in Berlin. Er plädierte für harte, aber faire Auseinandersetzungen der anderen Fraktionen im künftigen Bundestag mit den Rechtspopulisten der AfD.

Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing rief alle Parteien zum Dialog auf. Damit verbinde er die Hoffnung, »dass sich die ausgleichenden und staatstragenden Kräfte in Parlament und Regierung zusammenfinden, die das Gemeinwohl aller im Blick haben«. Dies schließe einen »angstfreien und vernünftigen Umgang aller Bundestagsparteien miteinander« ein.

Die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann sprach von einer neuen Herausforderung für die Demokratie. Das Ergebnis zeige, dass »unsere Gesellschaft sich weiter ausdifferenziert«. Es gehe nun darum, »das Verbindende zu suchen und den Zusammenhalt zu stärken«. Auch der anhaltische Kirchenpräsident Joachim Liebig sieht nach der Wahl eine grundlegend veränderte politische Stimmung im Land. Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch warnte vor einem Auseinanderfallen der Gesellschaft. »Wir dürfen nicht nachlassen im demokratischen Ringen um ein gedeihliches Miteinander«, fügte er hinzu.

Andere Töne schlug der Bürgerrechtler und evangelische Theologe Friedrich Schorlemmer an: Er kritisierte eine »Undankbarkeit vieler Ostdeutscher« und fügte in der Mitteldeutschen Zeitung hinzu: »Dass die AfD so ein krudes Personal an der Spitze hat und trotzdem gewählt wird, das beleidigt auch mich.«

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10 Lesermeinungen zu Ostdeutsches AfD-Ergebnis als Anleitung zum Handeln
Gert Flessing schreibt:
26. September 2017, 17:32

Das, was wir, bei dieser Wahl, erlebt haben, war voraus zu sehen. Den Menschen hier, im Osten Deutschlands den Vorwurf der "Undankbarkeit" zu machen, finde ich beleidigend. Was meint Herr Schorlemmer denn, wofür wir dankbar zu sein haben? Die Menschen hier haben für die Einheit unseres Vaterlandes gestritten, als viele Altbundesbürger das schon längst aufgegeben haben. Als dann die Einheit da war, ist unser Teil Deutschlands "abgewickelt" worden.
Das ist, wirtschaftlich gesehen, oft verständlich gewesen, aber es hat weh getan.
Es gab viel Spott und Hohn von Seiten der "Besserwessis", über die Leistungen, die von den Menschen hier erbracht wurden und mancher, der in den alten Ländern nichts geworden ist, hat sich hier auf das hohe Ross geschwungen. Auch das hat weh getan.
Wer glaubt, dass dieser Schmerz schon irgendwann vergeht, der kann irren.
Wenn Menschen sich nicht mehr von den Politikern, die sie regieren, vertreten fühlen, kann es passieren, dass sie, gerade in einer Demokratie, nach Wegen suchen, das deutlich zu machen.
Dann schlägt die Stunde des "kruden Personals", weil das die Sprache derer spricht, die sich allein gelassen fühlen.
Dieses Personal besteht zwar aus Demagogen, aber das macht nicht, weil die Menschen plötzlich das Gefühl haben, das jemand ihre Sorgen zu verstehen scheint.
Ich finde die Leute, auch aus dem Raum der Kirche, gut, die jetzt aufrufen, das Wohl aller, im Land, im Blick zu haben und im Parlament "angstfrei und vernünftig miteinander umzugehen".
Nichts besseres könnte unserem Vaterland passieren.
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
01. Oktober 2017, 12:49

Ja Gert, das ist eine gute Analyse des Ganzen.
Ich würde noch hinzufügen, daß mancher, der in den alten Ländern nichts geworden ist, hat sich nicht nur auf das hohe Ross geschwungen, sondern sich gründlich "saniert" hat. Wie ich damals hier inder neuen Heimat beobachten konnte, war das hiesige System, zumindest aber manche Firma, auch kurz vor dem Bankrott. Ich könnte hier einige konkrete (Firmen)namen aus meinem jetzigen nahen Umfeld nennen, denen das Wasser bis zum Hals stand. Die haben sich mehr als schadlos am Osten und staatlichen Geldern gehalten und kräftig saniert. Manche gäbe es ansonsten schon lange nicht mehr!
Gruß Joachim

manuel schreibt:
27. September 2017, 8:19

Von allen geäußerten Meinungen ist die von Schorlemmer am eigenartigsten. Vielleicht wird er wirklich langsam etwas zu alt. Und wenn er sich selbst beleidigt fühlt - na, dann ist das eben so. Dankbarkeit kann doch nicht knapp 30 Jahre nach der Wende immer noch ein Vorwand sein, um den Ostdeutschen im innerdeutschen Diskurs um die Zukunft unseres Landes einen Maulkorb zu verpassen. Was sollen denn dazu die Jugendlichen im Osten sagen, die alle nach der Wende geboren sind. Besonders zukunftsweisend ist Schorlemmers Meinung nicht. Sie entstammt einer längst vergangenen Zeit.

Eine Erklärung fehlt mir in dem Artikel: Die vielen AfD-Wähler - und auch viele derer, die sie nicht gewählt haben - haben vielleicht auch schlicht eine andere Meinung dazu, wohin sich unser Land entwickeln soll. Ist das nicht vielleicht auch eine Erklärungsmöglichkeit?
zB.:
- Sollte Deutschland vielleicht die ungeordnete Zuwanderung eindämmen, ein Einwanderungsgesetz haben und konsequenter abschieben? Das machen eigentlich alle vernünftigen Einwanderungsländer.
- Sollte Europa ein Staatenbund bleiben anstatt ein Bundesstaat werden? Ich wäre sehr dafür! Die neuen Vorschläge von Macron sind verheerend, da wünscht man sich dringend eine starke FDP oder Neuwahlen - und nicht eine Kanzlerin, die immer zu allem Ja sagt, weil der "deutsch-französische Motor" ja nicht stottern darf, egal welche unsinnigen Vorschläge das Nachbarland macht.
- Sollte Deutschland nicht vielleicht doch in der Lage sein, seine Grenzen zu schützen und auch den inneren Frieden gegen Rechtsextreme, Linksextreme und importierte Religionsstreitigkeiten zu verteidigen?

Darf man dieser Meinungen sein? Oder sind all diese Anregungen eben doch immer gleich rechtsextrem, hetzerisch, menschenverachtend, islamophob oder sonstwie -phob? Wenn es immer wieder so dargestellt wird - dann wird die AfD eben weiter wachsen, denn diese Fragen müssen diskutiert werden. Und sie werden es. Man kann diese Fragen also in den Bundestag holen - oder sie werden eben weiter an Stammtischen diskutiert. Sie betreffen uns alle, und man muss - und man wird - darüber diskutieren.
AMerkel hingegen sieht keinen Anlass, etwas zu ändern - die geringste Zustimmung seit knapp 70 Jahren sind kein Anlass zu Veränderungen. Na, da kann man ihr auch kaum noch helfen. Sie ist auf dem Weg, eine eingerostete Langzeitkanzlerin zu werden, die einfach die Bodenhaftung verloren hat und nicht merkt, wann es Zeit ist zu gehen. Dann muss sie eben solange amtieren, bis irgendeine Partei die CDU auch im Bund überholt hat. Hoffentlich wird das nicht die AfD sein. Jedenfalls gewinnt man die Wähler der AfD - im Übrigen sind das unsere Mitbürger - erst dann zurück, wenn es endlich mal um die Sache geht - und wenn alle anderen Parteien signalisieren, dass es ihnen nicht primär darum geht, die AfD zu dämonisieren, sondern darum, die Menschen ernst zu nehmen, die sie gewählt haben.

Beobachter schreibt:
01. Oktober 2017, 13:06

Lieber manuel
ja das sind berechtigte Fragen. Die werden wir aber solange Merkel am Ruder uist nicht (positiv) beantwortet bekommen! Ihre Trotzreaktion erinnert sehr an 89. Im "Palast" wird gefeiert, weil den Sozialismus weder Ochs noch Esel aufhalten werden. . Heute sieht man keinen Alaß etwas zu änedern, weil "wir" hier gerne leben. Damals wie heute sind große Teile des Volkes auf der Straße, die das anders sehen. Damals war der Spuck schnell vorbei und man wurde "gegangen" und heute?
Übrigens, eine "starke FDP" wäre keine Lösung. Die hat sich doch immer nur an die Parteiangehangen, mehr der es gerade zum Regieren reichte. Wirkliche Alternativen konnten die doch nie bieten oder zumindest nicht durchsetzen!
"Hoffentlich wird das nicht die AfD sein." Warum denn eigentlich nicht?

Nachtschwärmer schreibt:
07. Oktober 2017, 0:48

Ei, bester Joachim, immer noch am Nörgeln? Reichen Ihnen EIN ACHTEL (!!) der Wählerstimmen immer noch nicht? Tja, mehr werden's auch nicht mehr werden. Und Frau Merkel ist immer noch da, mit Abstand stärkste Partei. Nichts da mit "Merkel muss weg" und ähnlichem Geblöke. Nur mal zur Erinnerung: Als sie das erste Mal Kanzlerin wurde (nämlich 2005), hatten CDU/CSU 35,2%! Macht nach Adam Ries nach 12 Jahren an der Regierung lediglich ein Minus von lächerlichen 2,3%. Und das nach den kleinen Turbulenzen!! Das nenne ich standhaft!
Übrigens, Verehrtester, was ist denn eigentlich aus der Wette geworden, die hier vor so ca. anderthalb Jahren auf dieser ehrenwerten Plattform plaziert wurde (mit Verlaub, werte Redaktion, diese Nachfrage muß einfach gestattet sein -- sonst krame ich das aus den Archiven nochmal raus!)? Nämlich die, daß die Kanzlerin diese Legislaturperiode nicht überstehen würde, zu der sie so eifrig Beifall geklatscht haben und schon als gewonnen gefeiert haben?! Achtkantig verloren, Frau Dr.!! Die Kanzlerin hat die Legislatur nicht nur überstanden, sondern ist sogar wieder angetreten -- und hat gewonnen!! Unglaublich. Dazu mußte ich sie nicht mal wählen ... Aber vielleicht wird sie jetzt mit uns regieren müssen ... falls sich CDU und CSU in ihren Koalitionsverhandlungen einig werden sollten ...
Übrigens: Wer ist denn jetzt noch auf der Straße? "Große Teile des Volkes"?! Das nenne ich nun mal maßlos übertrieben. Sicher, in Sachsen und Berlin gab es ein paar Demos gegen das Achtel Wählerstimmen, aber sonst?

Britta schreibt:
09. Oktober 2017, 20:04

Keine Sorge, verehrter Nachtschwärmer. Obgleich ich tags arbeite, abends ehrenamtlich tätig bin (und somit keine Kapazitäten für nachtschwärmen habe), habe ich die Wette nicht vergessen, gebe zu, daß ich die Resilienz der Umwetteten unterschätzt hatte und habe bereits meinen Wetteinsatz bezahlt. Wettschulden sind Ehrenschulden! Darauf ein Prost mit dem gewonnenen Pegidasekt. Den Weißwein werde ich mir dann wieder holen, leider - Hamburg war schonmal ein Vorgeschmack. Übrigens, Ihre Favoriten hatten noch weniger als Ihre Lieblingsfeinde, oder rechnen Sie schon in Dimensionen, die damals "Nationale Front" genannt wurden?

Nachtschwärmer schreibt:
10. Oktober 2017, 2:13

Nun, Verehrteste, Sie stimmen mir sicherlich zu, daß die Relevanz der beiden Wetten von höchst unterschiedlicher Gewichtung ist. Ob heute noch Pegidazis in Dresden demonstrieren, interessiert niemanden mehr, wer unser Land für die nächsten vier Jahre regieren wird, ist schon von gesellschaftlicher Bedeutung. Arbeiten tun wir alle, ehrenamtlich tätig bin ich auch (nur daß ich um all das im Gegensatz zu Ihnen darum nicht solch ein Gewese mache – warum müssen Sie das eigentlich immer so betonen? Ich mutmaße es …), und die Kapazitäten als Nachtschwärmer sind mir genetisch mitgegeben und sorgen für gute Laune, jawoll! Von der „Nationalen Front“ hatten im übrigen immer nur Sie geschrieben, aber das zeigt das eingeschränkte AfD-Schubladen-Denken. Die waren es doch, die immer von den „verbrauchten Altparteien“ geredet haben, und diese haben denen jetzt mal richtig gezeigt, was eine Harke ist. Über 87 % (!!) haben diese „Bewegung“ nicht gewählt, weshalb ich gar nicht verstehe, warum um eine 12,6 %-Partei so ein Gewese gemacht wird. Ich freue mich über einen NRW-Ministerpräsidenten Laschet, der heute den Sonnenschein mit „sieht nach Jamaika aus“ begrüßte, genauso wie über Kretzschmann in B-W oder Schwesig in M-V. Ich bin halt überzeugter Demokrat (und akzeptiere demokratische Wahlergebnisse!). Und deshalb (das verbindet mich mit Herrn Schneider) werde ich immer gegen Nazis aufstehen (und auch demonstrieren). Punkt. Mal ganz abgesehen davon, daß Frauke völkisch, die auch Sie auf dieser ehrenwerten Plattform immer hochgejubelt haben, nichts besseres zu tun hatte, als einen Tag nach der Wahl dieser Partei unter Verweis auf rechtsextreme Umtriebe den Rücken zu kehren. Ihr habt außer euerm Haß und eurer Wut gar nichts. Das muß und will ich gar nicht verstehen. WIR sind das Volk! Jawoll.
Und noch etwas: Gestern jährte sich zum 28. Mal der Tag der entscheidenden Montagsdemo in Leipzig. Ich war damals wie heute auf der Straße. Eine Woche vorher übrigens auch (da waren es 20.000!)! Friedensgebet mit Frau Dr. Käßmann (die Sie nach Ihren Einlassungen hier offenbar hoch schätzen), Lichtfest auf dem Augustusplatz (an dem wir damals vorbeigezogen sind) mit heute 15.000 Leuten. Das hat mich den aufrechten Gang gelehrt. Den werde ich NIE WIEDER ablegen. Und deshalb werde ich solchen Leuten wie Ihnen immer wieder entgegentreten, wenn sie meinen, im Namen des Christentums zutiefst unchristliche Parteien und Parolen promoten zu müssen. Das verspreche ich Ihnen, auf’s Wort. Mit mir dürfen Sie rechnen, jawoll!

Britta schreibt:
10. Oktober 2017, 17:47

Na, Herr Nachtwächter, da haben Sie endlich wieder ein Feindbild, was es zu beackern gilt - darauf Ihr dreimaliges Jawoll! Das hat schon fast wieder Unterhaltungswert. Vergessen Sie darüber nur nicht die wesentlichen Sachen im Leben, die uns täglich in den Gesichtern unserer Kinder begegnen.
Ich werde dagegen dafür sorgen, daß durch Initiativen Ihresgleichen keine Rechtsfreien Räume entstehen. Denken Sie dran, auch ein Schiff, was nur linksseitig beladen ist, kentert unweigerlich. Sind Ihre Favoriten in Sachsen eigentlich überhaupt über 5% gekommen? (Ich meine, Sie betonen doch immer so die 89er Tradition in Sachsen). Damit hätten hier über 95% Ihre Favoriten nicht gewählt und bundesweit 90% - schonmal darüber nachgedacht?
Nochmal zur ehrenamtlichen Tätigkeit: habe es absolut nicht nötig, damit haussieren zu gehen. Hier im SONNTAG gab es mal ein sehr schönes Forum, wo Ideen ausgetauscht wurden zum Gemeindeaufbau (mir ist da keinerlei Anregung von Ihnen im Gedächtnis), da gabs paar schöne praxistaugliche Sachen zu lernen, das hat mir gut gefallen. Zudem wollte Herr Schneider mich ja zu ehrenamtlicher Tätigkeit werben, das war also der Bezug dazu.

Beobachter schreibt:
11. Oktober 2017, 8:35

Liebes Nachtwächterlein,
2freischaffende Künstler2, wei Sie sind offenbar genauso so weit von der Wirklichkeit abgehoben wie die gutdotierten Vertreter von Politik und "Kirche"! Daher sind Sie auch auf dem selben Niveau wie diese und feiern enorme Stimmenverluste als Sieg. Früher sind Leute, die solche desasatrösen Ergebnisse zu verantworten hatte, sofort zurückgetreten! Heute "wissen sie nicht, was ich ändern sollte" und machen einfach so wie bisher (oder noch schlimmer) weiter. Dazu brauchen sie allerdings "mitstreiter" mit denen sie früher nicht mal einen Kaffee tranken. Ja, "wer unser Land für die nächsten vier Jahre regieren wird, ist schon von gesellschaftlicher Bedeutung". Noch lächerlicher, als jetzt geht doch nun aber das ganze Theater doch nicht mehr!

Den aufrechten Gang, den wir uns 89 erstritten haben, werden wir NIE WIEDER ablegen. Und deshalb werde wir solchen Leuten wie Ihnen und Wölffen und Käßmännern immer wieder entgegentreten, wenn sie meinen, im Namen des Christentums zutiefst demokratische ,,gewählten Parteien diffamieren zu müssen. Das versprechen wir Ihnen, auf’s Wort. Mit uns dürfen Sie rechnen, jawoll!

Manfred schreibt:
02. Oktober 2017, 20:49

Bei beiden Kommentare ist es herauszulesen, dass sie mit den einfache Menschen Kontakt haben. Bei vielen heutigen und gestrigen Politikern habe ich das Gefühl, dass sie diese Menschen nicht mehr kennen
Der Tag der Einheit ist "eigentlich" ein Tag der Freude. Aber nicht für alle.
Warum sind die verantwortlichen Personen nicht mehr in der Lage, "normal" mit den Menschen in Kontakt zu treten?
Es wird grundsätzlich alles der Parteidisziplin unterworfen, denn nur diese garantiert die Macht und den eigenen Vorteil.
Wenn wir nicht aufpassen, kommen tatsächlich Radikale an die Macht (gleich von welcher Seite).
Warum wird in Deutschland die gute Zukunft so leicht aufs Spiel gesetzt?
Geht es verschiedenen Entscheidungsträgern einfach zu gut.
VORSCHLAG!
Wie wäre es, wenn die Staaten, welche Waffen an fremde Länder verkaufen, anschließend die dadurch entstehende Flüchtlingsströme aufnehmen müssen. Die Waffen Industrie muss die anfallenden Kosten zu 100% übernehmen.
Dies sollten die Kirchen von den Politikern fordern.

Tageslosung

HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief.

(Psalm 92,6)

Lebt verwurzelt und gegründet in Jesus Christus und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.

(Kolosser 2,7)

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