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Neueröffnung zum 170. Todestag des Komponisten Mendelssohn Bartholdy

Mendelssohn-Haus in Leipzig wird zum Jubiläum komplettiert
epd
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Felix Mendelssohn Bartholdy, Aquarell von James Warren Childe, 1830
Felix Mendelssohn Bartholdy, Aquarell von James Warren Childe, 1830 © Wikipedia

20 Jahre nach seiner Eröffnung steht die Ausstellung im Leipziger Mendelssohn-Haus vor der Vollendung. Ab Samstag wird die neu gestaltete zweite Etage des Museums für Besucher zugänglich sein, wie der Direktor des Hauses, Jürgen Ernst, am Donnerstag in Leipzig sagte. Offiziell übergeben werden sollte das Haus bereits am Donnerstagabend in einem Festakt im Leipziger Gewandhaus. Am Samstag (4. November), dem 170. Todestag des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), ist das sanierte Haus dann im Rahmen eines Tags der offenen Tür gratis für Besucher geöffnet.

Neben der bereits bestehenden Ausstellung zum Schaffen des Komponisten im Erdgeschoss und den Wohnräumen im ersten Stock wurden der Ausstellung den Angaben nach im zweiten Stock zwei neue Bereiche hinzugefügt. Auf der einen Seite widmet sich ab sofort das Internationale Kurt-Masur-Institut dem weltweiten Wirken des berühmten Dirigenten. Zu sehen sein werden außerdem Bilder, Dokumente und Tonträger aus dem Archiv Kurt Masurs (1927–2015), die dessen Witwe und Instituts-Präsidentin Tomoko Mansur bereitgestellt hat.

Ein zweiter Teil der neuen Etage erzählt die Biografie Fanny Hensels (1805–47), der älteren Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys. Anhand von Hensels Klavierzyklus' »Das Jahr – 12 Charakterstücke« behandelt die Schau Hensels Lebensstationen und ihr musikalisches Schaffen. Unter dem Titel »...und wo ist Fanny?« geht sie außerdem auf die enge Beziehung zwischen den Geschwistern ein, die sich laut Museum mehrere Hundert Briefe schrieben.

Kurt Masur hatte sich besonders für den Erhalt des Mendelssohn-Hauses eingesetzt, unter anderem als langjähriger Präsident der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung. Museumsdirektor Ernst sagte, Masur wollte, »dass dem Komponisten mit diesem Haus das gegeben wird, was ihm gebührt«. Das Mendelssohn-Haus war 1844/45 erbaut worden. Es war das letzte Wohnhaus des Komponisten, der 1847 in den Räumlichkeiten starb. Am 4. November 1997 war das Mendelssohn-Haus nach langwieriger Sanierung als Museum eröffnet worden.

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